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China zieht am deutschen Musikmarkt vorbei

Im Ranking der weltgrößten Musikmärkte kam es 2025 zu einer Verschiebung: Laut dem jüngsten „Global Music Report“ des IFPI-Dachverbands verdrängte China dank starker Zuwächse Deutschland vom vierten Platz. Beim BVMI ordnet der Vorstandsvorsitzende Florian Drücke die Entwicklung ein.

“Der Markt in Deutschland ist sehr solide gewachsen, wie wir kürzlich bereits gemeldet haben“, lässt Florian Drücke als Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) auf Nachfrage von MusikWoche wissen. Tatsächlich hatte der Branchenverband bereits im Februar für den deutschen Musikmarkt im Jahr 2025 ein Umsatzplus in Höhe von 2,3 Prozent melden können.

Die globale Liste der Musikmärkte führen weiterhin die USA an, gefolgt von Japan und Großbritannien sowie nunmehr von China und Deutschland, das auf Position fünf rutscht: „Dass China Deutschland im Ranking der Weltmärkte überholt hat, liegt schlicht an Chinas sehr starkem Umsatzwachstum von 20,1 Prozent, es ist der am schnellsten wachsende Markt unter den Top 20 Märkten“, erläutert Drücke. „Schon 2024 lag China sehr knapp hinter Deutschland, insofern ist die Entwicklung keine Überraschung – noch dazu, wenn wir auf die Bevölkerungsgröße schauen.“

Die Entwicklung im Ranking hatte auch IFPI-CEO Victoria Oakley bereits thematisiert: „China ist nunmehr der viertgrößte Musikmarkt weltweit“, sagte sie bei einer Onlinerunde zur Präsentation des jüngsten „Global Music Report“ des Branchenverbands am 18. März 2026 in London. Das sei unter anderem dem elften Jahr mit prozentual zweistelligen Zuwachsraten fürs chinesische Musikbiz zu verdanken, erläuterte sie und erinnerte daran, dass China vor noch nicht allzu vielen Jahren noch nicht einmal in den Top 10 zu finden gewesen sei.

In den aktuellen Top 10 rückt zudem auch Brasilien weiter auf und schiebt sich an Kanada vorbei auf Position acht.