Die chinesische Regierung versucht erneut, ihren Handelspartnern Fortschritte im Kampf gegen die Verletzung von geistigem Eigentum zu präsentieren. Zhang Zhigang, stellvertretender Wirtschaftsminister der Volksrepublik, gab nun bekannt, dass chinesische Behörden in den ersten sechs Monaten des Jahres bereits zwei Mio. Raubkopien beschlagnahmt haben. Dabei wurden Razzien bei rund 8000 illegalen CD- und Software-Händlern im ganzen Land durchgeführt. Wegen Urheberrechtsvergehen hat die chinesische Regierung deshalb bislang Strafen in Höhe von umgerechnet insgesamt drei Mio. Euro verhängt. Beobachter halten diese Bekanntgabe allerdings nur für eine PR-Maßnahme, da ungeachtet der stärkeren Regierungsbemühungen weiterhin massenhaft fliegende Händler in China zu beobachten sind, die ihre schwarz gebrannte Ware für weniger als einen Euro pro CD anbieten. Die Strafen und die Strafverfolgung sind laut Experten unzureichend, um das Piraterieproblem im Reich der Mitte in den Griff zu bekommen. In diesem Zusammenhang bleibt fraglich, ob die chinesische Regierung ihr Versprechen aus dem April wahr machen kann, als Vizeministerpräsidentin Wu Yi gelobte, der Piraterie stärker den Kampf anzusagen. Der Tonträgerverband IFPI und der US-Verband RIAA drängen darauf, dass China seine Pirateriequote bis Jahresende auf die Hälfte reduziert.
China sagt Piraten den Kampf an
Zhang Zhigang, stellvertretender Wirtschaftsminister der Volksrepublik China, gab bekannt, dass chinesische Behörden im Lauf des Jahres bereits zwei Mio. Raubkopien beschlagnahmt haben.





