Recorded & Publishing

CD Wow verschickt Parallelimporte

Der international ausgerichtete Online-Versender CD Wow setzt laut eigener Angaben auf die Stragie des „globalen Handels“. Dazu zählt offensichtlich auch, Waren in Fernost einzukaufen und parallel zu importieren.

Laut eigener Angaben „setzt die CD-Wow-Strategie auf globalen Handel. Beim Einkauf werden die Preise international verglichen. Je nach Angebot bezieht der CD-Discounter die Produkte aus über 16 verschiedenen Ländern“. Näheres zur Einkaufspolitik konnte CD Wow auf Nachfrage von musikwoche bislang nicht erklären: Geschäftsführer und Firmenmitbegründer Robinson sitzt in Großbritannien, den Einkauf erreiche man am besten über eine in Englisch abgefasste Mail an die deutsche Service-Adresse, die dann zum EK-Team nach Hongkong weitergeleitet würde. Auch die deutschen Major-Vertriebe sind bereits auf das Thema aufmerksam geworden. So berichtet Warner-Vertriebschef Udo Lauen von einem Testkauf, bei dem offenbar teils Parallelimporte ausgeliefert wurden: Bei einer gemischten Bestellung aus nationalen und internationalen Titeln stammten die CDs der nationalen Acts Nena, Grönemeyer und Westernhagen auch aus deutscher Produktion. Dagegen kamen die drei internationalen Produkte aus Duplizierwerken in Indonesien und Thailand. Obwohl diese Titel alle ordentlich und einzeln verzollt waren, handelt es sich laut Lauen offensichtlich um unerlaubte Parallelimporte aus Nicht-EU-Staaten. Das Thema liegt derzeit bei der Warner-Rechtsabteilung. Gudrun Hans vom Marketing-Team von CD Wow in Frankfurt/M. kann die Frage nach eventuellen Parallelimporten nicht klären, will die Anfrage aber nach Hongkong weiterleiten.