Der Nipplegate-Skandal geht in die nächste Runde. Denn der Viacom-Fernsehsender CBS beharrt darauf, dass Janet Jacksons Brust „unabsichtlich“ entblößt wurde. In einer Beschwerdeschrift bezeichnet CBS die von der Federal Communications Commission (FCC) verhängte Strafe als unangemessen und sieht in ihr eine Gefahr für Liveübertragungen im herkömmlichen Sinn. Die US-Medienaufsicht FCC hatte die 20 an der Übertragung beteiligten CBS-Sender mit der Höchststrafe für die „Verletzung von Anstandskriterien“ belegt. Sie beläuft sich auf rund 550.000 US-Dollar.
In der nun eingereichten Beschwerde erklärt CBS: „Wenn die geforderte Strafe durchgesetzt wird, bedeutet das das Ende der Live-Übertragungen wie wir sie kennen. Die Fernsehsender müssen dann mit massiven Haftungsverpflichtungen sowie mit der Rücknahme ihrer Lizenzen rechnen, wenn sie keine technischen Maßnahmen ergreifen, um die Möglichkeit einer spontanen Überschreitung der Regeln zu verhindern.“ Die Verhängung einer Strafe von 500.000 US-Dollar für eine „ungeplante und flüchtige Entblößung einer Frauenbrust“ sei CBS zufolge alles andere als eine vernünftiges Vorgehen.






