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CBS Radio zahlt im Payola-Fall zwei Millionen

Im Zuge der Ermittlungen im Payola-Skandal verbucht New Yorks Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer einen weiteren Erfolg. CBS Radio erklärte sich bereit, zwei Millionen Dollar in den Payola-Topf zu zahlen sowie unternehmensweite Reformen durchzuführen.

New Yorks Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer hat im Zuge der Ermittlungen im Payola-Skandal eine Einigung mit einem weiteren unter Verdacht stehenden Unternehmen erzielt. CBS Radio erklärte sich bereit, zwei Millionen Dollar in den Payola-Topf zu zahlen sowie unternehmensweite Reformen im Umgang mit Promotionaktionen von Plattenlabeln durchzuführen.

Nach den Erkenntnissen von Spitzers Behörde hatten einzelne CBS-Radiostationen im Gegenzug für Airplay offenbar verdeckte Geld- und Sachleistungen von den Plattenfirmen angenommen. Neben direkter Bestechung von Programmdirektoren hatten die Labels teilweise auch Betriebs- und Produktionskosten einzelner Sender übernommen und hochwertige Sachpreise für Gewinnspiele zur Verfügung gestellt. Um Klagen abzuwenden, haben bereits alle vier Major-Labels Vergleichssummen zwischen 3,75 und zwölf Millionen Dollar gezahlt. Die Gelder werden von der Organisation Rockefeller Philanthropy Advisors in einem Fonds verwaltetet und an Non-Profit-Organisationen mit dem Ziel verteilt, zeitgenössische Musik aller Stilrichtungen zu fördern.

„Der Verkauf von wertvoller Programmzeit an den Höchstbietenden verletzt staatliche und bundesstaatliche Gesetze und beraubt die Konsumenten ihres Rechts, zu erfahren, warum die im Radio gehörten Titel dort gespielt werden“, kommentierte Spitzer laut „Billboard“ die außergerichtliche Einigung. „Der Vergleich mit CBS Radio stellt einen wichtigen Schritt in unserem Versuch dar, die Musikbranche zum Nutzen der Hörer zu reformieren.“ Weiter im Visier Spitzers befindet sich unter anderem der US-Medienkonzern Entercom Communications. Einen Antrag Entercoms, die Klage Spitzers abzuweisen, hatte ein New Yorker Gericht erst wenige Tage zuvor zurückgewiesen.

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