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CBS kauft Last.fm

Die interaktive Webradioplattform Last.fm geht an einen Großkonzern: Zwischen 280 und 320 Mio. Dollar will sich die CBS Corp. den Deal kosten lassen.

Die interaktive Webradioplattform Last.fm geht an einen Großkonzern:Zwischen 280 und 320 Mio. Dollar oder umgerechnet rund 208 bis 240 Mio. Euro will sich die CBS Corp. den Deal kosten lassen. Details zur Aufschlüsselung dieser Summe nannten die beteiligten Firmen allerdings nicht.

Damit schnappt der erst im Frühjahr 2006 von Viacom abgespaltene CBS-Konzern seiner früheren Unternehmensmutter ein potenzielles Übernahmeziel vor der Nase weg. Vor vier Wochen noch hieß es, dass Viacom selbst an Last.fm interessiert sei und bis zu 450 Mio. Dollar für das Start-up ausgeben wolle. Diese Pläne scheinen sich zwischenzeitlich allerdings verflüchtigt zu haben.

Für CBS dürfte der Kauf ein Wechsel auf die Zukunft sein: Die traditionelle Fernseh- und Radiosendergruppe kauft sich mit Last.fm in den Markt für Onlineradio- und Networkingangebote ein. Die Last.fm-Gründer, CEO Felix Miller, COO Martin Stiksel und CTO Richard Jones, sollen dem Unternehmen in leitenden Positionen erhalten bleiben.

Die in London angesiedelte Plattform Last.fm verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 15 Mio. Nutzer weltweit, rund vier Mio. davon allein aus den USA. Der Dienst analysiert, welche Musik User anhören, und bietet ihnen dann eine Auswahl personalisierter Vorschläge, die sich an den ausgewählten Radiostreams, Musikcharts und ähnlichen Profilen anderer Nutzer orientiert. Dabei kann man aus bis zu 65 Mio. Songs auswählen.

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