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Capricorn-Gründer Phil Walden gestorben

Der US-Branchenveteran Phil Walden, der Künstler wie Otis Redding und die Allman Brothers Brand gemanagt und das Label Capricorn gegründet hatte, ist im Alter von 66 Jahren einem Krebsleiden erlegen.

Der US-Branchenveteran Phil Walden, der Künstler wie Otis Redding, Sam & Dave und die Allman Brothers Brand gemanagt und das Label Capricorn gegründet hatte, ist im Alter von 66 Jahren einem Krebsleiden erlegen.

Der Erfolg von Otis Redding, den er von frühauf gefördert hatte und der im Gegenzug eine Collegeausbildung von Walden bezahlte, brachte Walden 1967 den Durchbruch in der amerikanischen Musikszene. Er übernahm auch das Booking für andere Stax-Künstler wie Sam & Dave und lernte bei Aufnahmesessions den Gitarristen Duane Allman kennen. Für das Debütalbum der Allman Brothers Band, die Duane mit seinem Bruder Gregg leitete, gründete Walden 1969 das Indie-Label Capricorn, das zunächst von Atlantic, dann von Warner vertrieben wurde.

Zudem betreute Walden zahlreiche andere Südstaatenbands und -Künstler wie Lynyrd Skynyrd, Marshall Tucker Band, Sea Level, Dixie Dregs, Elvin Bishop und Bonnie Bramlett. Ende der 70er-Jahre sollen Drogen- und andere Exzesse zum Bankrott von Capricorn beigetragen haben, doch Walden gründete das Label 1991 wieder. Dieses Mal nahm er Bands wie Widespread Panic, Cake und 313 unter Vertrag. 2001 verkaufte er die Firma für angebliche 13 Millionen Dollar an Volcano Records und gründete das neue Indie-Label Velocette Records.