Eine Begrüßung, je zwei Keynotes und Panels am Vormittag sowie ein Deep Dive der Anwälte aus dem Musikgeschäft im Anschluss an eine Mittagspause: Der BVMI fährt zur Kulturkonferenz 2026 wieder mit einem straffen Programm auf.
Die Türen zum einstigen Sitz des Staatsrats der DDR öffnen sich am Morgen des 23. Juni bereits ab 9.30 Uhr. Ab 10.00 Uhr will der Vorstandsvorsitzende des BVMI, Florian Drücke, die Gäste des Branchenverbands begrüßen und die Kulturkonferenz offiziell eröffnen.
Die politische Keynote steuert in diesem Jahr Barbara Gessler bei, die Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland. Die aktuelle Lage der Musikwirtschaft aus Sicht der Branche beleuchtet anschließend Christoph Behm, CEO Sony Music GSA, in seiner anschließenden Industry Keynote.
Bei den beiden Panels baut der BVMI zudem Brücken zwischen Pop und Politik und rückt dabei aktuelle Entwicklungen im Spannungsfeld zwischen Kreativwirtschaft, Streaming und KI in den Fokus. So treffen in einer ersten Diskussionsrunde unter dem Motto „Immer wieder Aufbruch! Anspruch und Realität der Musikbranche zwischen Streaming, Fraud und künstlicher Intelligenz“ Holger Christoph als Senior Vice President Digital Business Central Europe der Universal Music Group, Ella Rohwer als Vorstandsmitglied und Geschäftsführerin des Verbands Pro Musik und Christoph Schütt als Referatsleiter Digitale Geschäftsmodelle beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufeinander. Holger Christoph dürfte hier unter anderem von den Ambitionen des Musikkonzerns in Hinblick auf den jüngst vereinbarten KI-Remix-Pakt mit Spotify berichten. Wie die freischaffenden Musiker:innen zu diesem Projekt stehen, kann derweil Ella Rohwer einbringen, während Christoph Schütt vielleicht Einblicke in das von BKM Wolfram Weimer angekündigte „neue Marktdesign“ im Musikstreaming gewähren könnte.
Die zweite Gesprächsrunde hievt die Diskussion unter dem Motto „Urheberrecht & KI – wie geht’s weiter?“ auf die internationale Bühne: Hier trifft Europaparlamentarier Axel Voss, der unter anderem als rechtspolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament fungiert, auf Kristina Janušauskaitė, die als Executive Director of European Office für den IFPI-Dachverband in Brüssel aktiv ist, und auf Johannes Christian Wichard, der im Team von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) eine Abteilung im Bereich Handels- und Wirtschaftsrecht leitet.
Durch die Veranstaltung führt als Tagesmoderator Jan Kage, der als Autor, Kurator und Moderator unter anderem bei „Radio Arty“ bei Flux FM aktiv ist und unter dem Namen Yaneq auch selbst als Rapper und Musiker.
Im Anschluss an eine Mittagspause mit begleitendem Get-together setzt der BVMI zudem ab 14.00 Uhr noch den „Music Lawyers Deep Dive“ auf die Tagesordnung, wo auf separate Einladung und bei begrenzten räumlichen Kapazitäten „zentrale juristische Entscheidungen für die Branche“ besprochen werden sollen. Durch die Runde führt mit René Houareau der Geschäftsführer Recht & Politik beim BVMI.
Bei der Kulturkonferenz 2025 sprachen unter anderem Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand, sowie Edel-CEO Jonas Haentjes.






