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BVMI Kulturkonferenz hält fest: „Technische Innovation und Kreativität gehören zusammen“

Am Vormittag des 23. Juni veranstaltete der Bundesverband Musikindustrie bereits die 13. Ausgabe der Kulturkonferenz. Neben den Keynotes von Florian Drücke, Christoph Behm und Barbara Gessler boten sich den Gästen auch zwei Panels zur Zukunft der Branche sowie dem Spannungsfeld zwischen Künstlicher Intelligenz und dem Urheberrecht.

Die Eröffnung der 13. BVMI Kulturkonferenz übernahm der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands, Florian Drücke, höchstpersönlich. Er betonte unter anderem: „Wir bewegen uns in einem deutlich angespannten gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Umfeld, in dem wir uns als Bürgerinnen und Bürger, aber natürlich auch als Branche, neu verorten müssen.“ Dabei lerne man besonders, dass frühere Selbstverständlichkeiten heute nicht mehr gelten würden, so Drücke weiter.

„Dazu gehört auch wirtschaftliches Wachstum. Transformation erfordert Konzentration!“, bekräftigt der Vorstandsvorsitzende. „Wir als Branche können das und haben es mehr als einmal bewiesen. Denn wir leben von Innovation, haben den konstanten Change als Challenge angenommen und immer wieder neue Wege gefunden, neue Partnerschaften etabliert, bei denen der Mensch – die Künstlerinnen und Künstler – im Mittelpunkt steht.“

Anschließend legte Barbara Gessler, Repräsentantin der EU-Kommission in Deutschland, den Fokus auf die Bedeutung der Musikindustrie für Europa. In ihrer Keynote waren auch die für die Kreativwirtschaft relevanten gesetzgeberischen Vorhaben im Bereich KI und Urheberrecht im europäischen Kontext ein Thema.

Christoph Behm, CEO Sony Music GSA und dementsprechend Vorstandsmitglied beim BVMI, lieferte das Motto des Tages: „Technische Innovation und Kreativität gehören zusammen.“ Der CEO erklärte zudem: „Labels investieren jeden Tag in Künstlerinnen und Künstler, entwickeln neue Talente, bauen Repertoire auf. Damit das auch in Zukunft gelingt, müssen die Rahmenbedingungen verlässlich sein und Investitionen planbar bleiben. Das ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.“

Anschließend beleuchteten zwei Panels die Lage der Musikbranche im KI-Zeitalter. Im ersten, betitelt „Immer wieder Aufbruch!“, diskutierten Holger Christoph (Senior Vice President Digital Business Central Europe Universal Music Group), Ella Rohwer (Geschäftsführerin Pro Musik) und Christoph Schütt (Referatsleiter Digitale Geschäftsmodelle beim Kulturstaatsminister) über Streaming, Fraud und generative KI.

Das zweite Panel „Urheberrecht & KI – wie geht’s weiter?“ vereinte Kristina Janušauskaitė (Executive Director of European Office IFPI), EU-Parlamentarier Axel Voss (rechtspolitischer Sprecher der EVP-Fraktion) und Johannes Christian Wichard (Leiter der Unterabteilung III B in der Abteilung Handels- und Wirtschaftsrecht im Bundesjustizministerium), um Rechtsfragen rund um KI-Entwicklung, Rechtsdurchsetzung und die Zukunft der Kreativwirtschaft zu erörtern.