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Buy-out bei Sanctuary vorerst gescheitert

Nachdem die Gespräche mit einem potenziellen Übernahmekandidaten vorerst gescheitert seien, befürchtet die Sanctuary Group eine weitere Verschlechterung ihrer Geschäftssituation. Bei dem Kaufinteressenten soll es sich um Warner Music gehandelt haben.

Nachdem die Gespräche mit einem potenziellen Übernahmekandidaten vorerst gescheitert seien, befürchtet die Sanctuary Group eine weitere Verschlechterung ihrer Geschäftssituation. Bei dem Kaufinteressenten soll es sich einem Bericht der „Financial Times“ zufolge um Warner Music gehandelt haben. Sanctuary erklärte zudem, man habe einen teilweisen Schuldenerlass, Kreditneubewertungen und den Aufschub von Zahlungszielen erwirken können. Die Banken-Kredite wuchsen jedoch auf 120 Mio. Pfund (177 Mio. Euro). „Das Geschäft ist nach wie vor schwierig, was zusammen mit den derzeitigen operativen Einschränkungen vermutlich zu einer weiteren Verschlechterung der Ergebnisse für das laufende Jahr führen wird“, heißt es in einem Statement der Sanctuary Group.

Die erneute Gewinnwarnung schickt die Aktie des Unternehmens noch tiefer in den Börsenkeller. Das Wertpapier erreichte seinen schlechtesten Wert in über dreizehn Jahren. Am 3. Juni, als erste Übernahmegerüchte publik wurden, war die Aktie noch auf ein Hoch von 43,75 Pence gestiegen. Nach der Gewinnwarnung stürzte das Wertpapier nun auf 10 Pence.

Sanctuary hatte im Juni bekannt gegeben, dass man mit einem Interessenten verhandele, der Teile des Unternehmens kaufen wolle. Die Höhe des Angebots habe sich jedoch nicht auf dem Niveau des Börsenwerts des Unternehmens bewegt. Inzwischen habe man aber Gespräche mit neuen Übernahmeanwärtern aufgenommen.

„Einerseits sind wir erleichtert, dass Sanctuary einen Teil seiner finanziellen Verpflichtungen geregelt hat“, erklären die Marktforscher von Numis Securities. Andererseits bleibe die Situation des Unternehmens solange brenzlig, bis Sanctuary ein Indiz dafür vorweise, dass man die Verschuldung deutlich verringern könne. Ian Staples, Analyst bei Clear Capital formuliert die Probleme laut Informationenen des „Telegraph“ drastischer und warnte davor, dass Sanctuary – wenn sich die momentane Entwicklung weiter fortsetze – bald ein hoffnungsloser Fall sein könne.

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