Recorded & Publishing

Bundesverband stoppt Kopierschutzknacker von S.A.D.

Der Bundesverband Phono hat eine Unterlassungsverfügung gegen den Hersteller einer Software zum Kopierschutzknacken erwirkt.

Der Bundesverband Phono hat eine Unterlassungsverfügung gegen den Hersteller einer Software zum Kopierschutzknacken erwirkt. Die Ulmer Firma S.A.D. bot einen Software-Patch für sein Brennprogramm „Movie Jack“ an, mit dem gezielt Kopierschutzmechanismen von DVDs ausser Kraft gesetzt werden konnten. Um die vermeintliche Legalität seines Programms zu untermauern, gab die Firma ein Rechtsgutachten in Auftrag, das S.A.D. die Zulässigkeit der Software bescheinigte. Vertreten durch die Kanzlei Waldorf Rechtsanwälte gingen mehrere Musikunternehmen gegen die Firma vor und erwirkten beim Landgericht München eine Unterlassungsverfügung, die dem gesetzwidrigen Treiben nun ein Ende setzt. „Die Entscheidung zeigt, dass es keine Zweifel an dem geltenden Urheberrecht gibt“, erklärte Gerd Gebhardt, Vorsitzender der Phonoverbände. „Wir werden illegale Angebote zum Kopierschutzknacken auch zukünftig nicht hinnehmen und unsere Rechte durchsetzen, egal gegen wen. Das gilt auch für Software-Unternehmen, die an den Leistungen von Kreativen und Produzenten schmarotzen wollen.“ Das neue Urheberrechte gelte für jeden, auch Software-Unternehmen müssten sich daran halten. „Wer meint, durch juristische Gutachten Absolution bekommen zu können, der wird eines Besseren belehrt werden“, so der Verbändechef.

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