Die deutschen Phonoverbände wollen Finanzminister Hans Eichel dazu bewegen, die Mehrwertsteuer auf CDs zu senken: „CDs sind ebenso Kulturgut wie Bücher und Noten, für die schon der ermäßigte Satz von sieben Prozent gilt. Nur für CDs müssen Musikfreunde nach wie vor 16 Prozent zahlen – einfach ungerecht“, findet Gerd Gebhardt als Vorsitzender der Phonoverbände. „Die Musikwirtschaft erwartet, dass der Bundesfinanzminister eine Senkung der Mehrwertsteuer für CDs in Angriff nimmt.“ Damit schließt sich der Bundesverband der internationalen Kampagne unter dem Motto „Give Music A Break an“. Über ein Pop-Up-Fenster auf der Verbands-Website können sich Unterstützer dieser Forderung ab 20. November auf eine Unterschriftenliste eintragen, die der Branchendachverband IFPI von seiner Londoner Zentrale aus führt. Die Finanzminister der EU entscheiden in Kürze im Rahmen der derzeit beratenen Mehrwertsteuerrichtlinie über eine Liste von Produkten, für die der günstigere Steuersatz gelten kann. Trotz Unterstützung von Künstlern und Politikern stehen Tonträger bislang nicht auf dieser Liste – u.a. hatte sich Kulturstaatsministerin Christina Weiss kurz nach ihrer Amtsübernahme für eine Mehrwertsteuersenkung ausgesprochen. Im Anschluss an das Votum der Finanzminister prüft die EU-Kommission, ob sie Tonträger zur Aufnahme in die Richtlinie vorschlägt. Danach müsste noch das EU-Parlament zustimmen, bevor letztlich die Bundesregierung entscheidet, ob sie von der Möglichkeit zum ermäßigten Steuersatz auch Gebrauch machen wird.
Bundesverband fordert Ende der Diskriminierung
Die deutschen Phonoverbände wollen Finanzminister Hans Eichel dazu bewegen, die Mehrwertsteuer auf CDs zu senken. Laut Verbände-Chef Gerd Gebhardt ist die Ungleichbehandlung von Büchern und Musik ungerecht.






