Der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft hat in Zusammenarbeit mit der auf Pirateriebekämpfung spezialisierten Kanzlei Waldorf Rechtsanwälte mittels einer Einstweiligen Verfügung die Website mp3network gestoppt. Mitte April hatte die Kanzlei, die von EMI Music und vier weiteren Tonträgerfirmen beauftragt wurde, mit einer Abmahnung die Schließung der Site erwirkt. Um gegen eventuelle Versuche, das Internetangebot wieder an den Start zu bringen, gefeit zu sein, erwirkte die Kanzlei gegen einen der Hauptverantwortlichen, der aus Süddeutschland kommt, zudem eine Einstweilige Verfügung. Ihm drohen jetzt weitere rechtliche Konsequenzen. Die Betreiber, eine Gruppe von Internetusern, die über ganz Deutschland verteilt ist, hatte die Domain mp3network unter Länderkürzeln wie „.tk“ (Inselgruppe Tokelau) oder „.to“ (Togo) registiert – Länder, die keine Auszeichnungen über die Besitzer ihrer Domains (sogenannte WHOIS-Datenbanken) führen und entsprechend auch keine Auskunft geben können. Auf mp3network sollen vor der Schließung rund 100.000 illegale Songfiles zum Download zur Verfügung gestanden haben. Wie Rechtsanwalt Björn Frommer von Waldorf Rechtanwälte, erklärt, hatten die Betreiber sogar den fragwürdigen Anspruch, jeweils die aktuellen Top 100 der deutschen Singles-Charts sowie die Top Ten der Album-Charts zum ebenso kostenlosen wie illegalen Download anzubieten. „Decknamen und Tarnungen nutzen nichts, trotz der oftmals im Ausland befindlichen Server und technischen Strukturen lassen sich die Betreiber ermitteln“, erklärt Frommer.
Bundesverband bringt mp3network zur Strecke
Der Bundesverband Phono hat in Zusammenarbeit mit der Kanzlei Waldorf Rechtsanwälte mittels einer Einstweiligen Verfügung die Website mp3network gestoppt. Sie soll rund 100.000 illegale Songfiles angeboten haben.





