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Bundestag will Vielfalt im Radio fördern

Als Vorsitzender der deutschen Phonoverbände lobt Gerd Gebhardt den Beschluss des Deutschen Bundestages zur Vielfalt im Rundfunk. Der Bundestag hatte zuvor einen Beschluss zu einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Sender gefasst.

Als Vorsitzender der deutschen Phonoverbände lobt Gerd Gebhardt den Beschluss des Deutschen Bundestages zur Vielfalt im Rundfunk: „Die Musikauswahl im Rundfunk muss vielfältiger werden“, betont Gebhardt. „Deswegen begrüßen wir den Beschluss des Deutschen Bundestages, der dies ausdrücklich feststellt. Wir sind bereit, die Ausgestaltung der freiwilligen Selbstverpflichtung mit den Rundfunkanstalten zu diskutieren. Hierzu fordern wir die Programmverantwortlichen auf, mit der Musikwirtschaft zu konkreten Lösungen zu kommen.“ Der Bundestag hatte zuvor mit der Mehrheit der Regierungskoalition einen Antrag von SPD und Grünen angenommen, der die Rundfunkanstalten auffordert, im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung einen bestimmten Anteil für musikalische Neuheiten im Programm zu verankern und geeignete Sendeformate zur Nachwuchsförderung anzubieten. Der Antrag der Unionsfraktion wurde dagegen abgelehnt.

Zu Beginn der engagiert geführten Diskussion hatte Monika Griefhahn die Parlamentarier aufgefordert, „heute ein gemeinsames Zeichen für die Musik und für die Künstler in unserem Land“ zu setzen. Anschließend traten Steffen Kampeter und Gitta Connemann auf Seiten der Union sowie Antje Vollmer und Christina Weiss auf Seiten der Regierungskoalition in den Ring: „Die Diskussion hat gezeigt, dass sich eine ganz große Koalition gebildet hat, Musik aus Deutschland zu unterstützen“, fasste Christina Weiss die Aussprache zusammen. Allerdings waren sich beiden Seiten zuvor längst nicht so einig in ihrer Sicht der Dinge. Aus der großen Koalition war zudem der Liberale Hans-Joachim Otto mit seiner Einschätzung ausgebrochen: „Niemand braucht diese lächerliche Quote.“

Die Forderung nach mehr musikalischer Vielfalt ist eine Initiative der gesamten Musikwirtschaft. Eine Studie der hundert reichweitenstärksten Sender hatte ergeben, dass der Anteil von Neuheiten an den Programmen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk bei nur 14,3 Prozent liegt – deutschsprachige Neuheiten sogar bei nur 1,2 Prozent.

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