Die British Telecom (BT) startet wie bereits erwartet eine Musik-Downloadplattform. Dabei soll der Dienst in Künstlerselbstverwaltung organisiert sein, so dass Künstler und Plattenfirmen die Nutzungsrechte für ihre Songs selbst festlegen können. Sie können bestimmen, zu welchem Preis ihre Inhalte angeboten werden, wie oft ein Titel Probe gehört werden darf, ob und wie oft der Track auf CD gebrannt und auf wie vielen Abspielgeräten er genutzt werden darf.
Tauschbörsenfunktionen sollen den Dienst besonders attraktiv machen. So können Nutzer Listen ihrer Lieblingstitel an Freunde und Bekannte versenden und erhalten eine Provision, wenn diese einen Song von der Liste kaufen. Neben Musiktiteln sollen auch Musikvideos sowie Bild- und Interviewmaterial angeboten werden. Bisher ist EMI als Partner mit an Bord und stellt unter anderem exklusives Bildmaterial von Robbie Williams zur Verfügung.
BTs Kooperationspartner ist Blueprint, ein Unternehmen, das von Technologieexperten und ehemaligen Mitarbeitern der Musikindustrie gegründet wurde. Blueprint-Chef Richard Bron erklärte im „Guardian“, mit dem „Open Royalty Gateway“ Bereiche des Filesharings legalisieren zu wollen. „Händler und Rechteinhaber können miteinander reden und direkt Geschäfte abschließen. Und das außerhalb der bisherigen Musikservices am Markt“, ergänzt Bron. Blueprint arbeitet auch mit Einzelhändlern zusammen, die ihre eigenen Angebote und Kampagnen im „Song Centre“ bereitstellen können. Im Frühjahr 2005 soll Medienberichten zufolge eine mobile Plattform hinzukommen.






