Auch mit Folk- und Gospel-Klängen versetzte Bruce Springsteen am 17. Mai die 8000 Zuschauer in der ausverkauften Frankfurter Festhalle in Ekstase.
Bei dem fast dreistündigen Konzert, das Marek Lieberberg veranstaltet hatte, spielten Springsteen und seine 17-köpfige Pete Seeger Sessions Band fast alle Songs vom aktuellen Sony-BMG-Album „We Shall Overcome – The Seeger Sessions“, für das Springsteen zum Teil Jahrhunderte alte Songs mit seiner Band live eingespielt hatte. Obwohl er auf E-Gitarren und Rockrhythmen verzichtete, hatte er das Publikum bereits mit dem ersten Song, „Old Dan Tucker“, völlig auf seiner Seite. Er bedankte sich bei seinen Zuschauern für „die Treue und das Vertrauen, wenn wir etwas Neues machen“.
Zu den bewegenden Momenten des einzigen Deutschlandkonzerts von Springsteen gehörte seine Ansprache über das Schicksal von New Orleans. In Gedenken an die Hurrican-Zerstörungen spielte er „When The Saints Go Marchin‘ In“. Musikalische Überraschungen bildeten auch die Songs, die nicht auf der CD vertreten sind. So kombinierte er den Blues-Song „Mystery Train“ mit seinem eigenen Stück „Cadillac Ranch“ und intonierte eine berührende Version der Country-Ballade „Long Black Veil“. Die größte Überraschung des Abends kam jedoch zur letzten Zugabe, als sich Wolfgang Niedecken zu der Band gesellte. „Germany wouldn’t be complete without Wolfgang“, kündigte Springsteen den BAP-Sänger an.







