Nachdem das Käuferkonsortium um Edgar Bronfman die Übernahme der Warner Music Group (WMG) besiegelt hatte, musste der neue Chef die erste Hiobsbotschaft verkünden. Was bislang nur als Gerücht kursierte, ist nun offiziell: Jeder fünfte Warner-Mitarbeiter muss gehen. Von den weltweit rund 5300 Angestellten sollen etwa 1000 ihre Jobs verlieren. Wie es heißt, soll es vor allem die Filialen jenseits der USA treffen. Auch die grobe Managementstruktur steht nun fest. So wird , wobei die beiden Ostküstendivisionen Atlantic und Elektra zusammengelgt werden. Das bedeutet nun auch offiziell das Aus für Elektra-Chefin Sylvia Rhone, Atlantic CO-Chairman/CEO Val Azzoli und Ron Shapiro, Co-President von Atlantic. Bis die beiden Labels vereinigt sind kümmert sich Cohen kommissarisch um deren Leitung. Mit dem bisherigen WMG-Chef Roger Ames gibt es noch immer keine Einigung. Man stehe noch in Verhandlungen mit Ames, ließ das Unternehmen wissen. Die Position des WMG-Chefs für alle außeramerikanischen Geschäfte wird er jedoch wohl nicht angeboten bekommen. Diesen Job macht künftig Paul-René Albertini, der sich als Chairman/CEO von Warner Music International um die Märkte in Europa, Südamerika, Kanada und im Asia-Pazifik-Raum kümmern darf. Die Leitung des Verlagsarmas Warner/Chappell bleibt bei Leslie Bider. Cohen, Albertini und Bider berichten direkt an den neuen Chairman & CEO der WMG, Edgar Bronfman jr. Dieser verteidigte die bevor stehenden Entlassungen als „schmerzhafte Veränderungen“, die nötig seien, um das Unternehmen den aktuellen Marktgegebenheiten anzupassen. Über die Auswirkungen der Kündigungswelle auf die Niederlassungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde nichts bekannt.
Bronfman: Schmerzhafte Änderungen müssen sein
Kaum hatte das Käuferkonsortium um Edgar Bronfman die Übernahme der Warner Music Group besiegelt, musste der neue Chef die erste Hiobsbotschaft verkünden. Was bislang nur als Gerücht kursierte, ist nun offiziell: Jeder fünfte Warner-Mitarbeiter muss gehen.






