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Bronfman drängt auf Börsengang

Nur knapp ein Jahr nach der Übernahme der Warner Music Group durch das Investorenkonsortium um Edgar Bronfman jr. verdichten sich Spekulationen um einen Börsengang. Noch in dieser Woche wolle Warner die nötigen Papiere einreichen, heißt es.

Nur knapp ein Jahr nach der Übernahme der Warner Music Group (WMG) durch das Investorenkonsortium um Edgar Bronfman jr. verdichten sich erneut die Spekulationen um einen bevorstehenden Börsengang des Unternehmens. Noch in dieser Woche wolle Warner die dazu nötigen Papiere bei der Securities & Exchange Commission einreichen, berichtet zumindest die oft bestens informierte „New York Post“. Mit dem Gang an die Börse, der zwischen 750 Mio. und einer Mrd. Dollar in die Konzernkassen spülen soll, sei in einem Zeitraum von 30 bis 60 Tagen nach Zustimmung der amerikanischen Börsenaufsicht zu rechnen. Auf Bankenseite sollen die Häuser Goldman Sachs und Morgan Stanley die Konsortialführerschaft übernehmen, aber auch Merrill Lynch, Lehman Brothers und die Citigroup seien eingebunden, heißt es.

Für die Bronfman-Investoren bietet der Börsengang laut „New York Post“ kaum noch Risiken: Da bereits im September Bonds im Wert von rund 700 Mio. Dollar platziert werden konnten, hätten Geldgeber wie Thomas H. Lee, Bain und Providence sowie Bronfman selbst große Teile ihres Investments in Höhe von rund 1,25 Mrd. Dollar bereits wieder eingespielt. Eine erfolgreiche Platzierung von Warner-Aktien biete der Investorengruppe demnach hohe Renditechancen. In der Fantasie der Banker spielen dabei wohl auch Fusionsszenarien mit der ebenfalls börsennotierten EMI-Gruppe eine Rolle.

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