Nicht nur den US-Musikmarkt hat es im ersten Halbjahr böse erwischt, auch in der Heimat des Pop ließen die Verkaufszahlen merklich nach. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres schrumpfte der Absatz von physischen Tonträgern in Großbritannien um fast zehn Prozent oder 6,5 Millionen Einheiten auf nur noch knapp 60,2 Millionen Longplay-Exemplare.
Die Zahl der verkauften Albumdownloads stieg indes nur um rund zwei Millionen Einheiten. Und das 50-prozentige Plus im Geschäft mit Einzeldownloads macht den Abschwung auch noch nicht wett. Die gut zwanzig Millionen verkauften digitalen Singles sind zwar ein respektabler Wert, doch vor einem Jahr verbuchte der britische Tonträgerverband BPI nach den ersten sechs Monaten noch ein Downloadwachstum von über 80 Prozent.
Bei der Händlervereinigung ERA sieht man in der mageren Zwischenbilanz keinen Grund zur Panik. „Um ehrlich zu sein: Diese Zahlen sind besser als wir befürchtet hatten“, erklärte Co-Chairman Jim Batchelor. Die Veröffentlichungspläne der Labels im ersten Halbjahr hätten stark zu wünschen übrig gelassen. Dafür sei der Verkaufseinbruch noch moderat ausgefallen. „Dass wir trotz allem noch etwa zehn Millionen Alben pro Monat verkaufen, zeigt, wie elastisch die Nachfrage ist.“





