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Britischer Klassikmarkt bricht ein

Der Markt für Klassiktonträger in Großbritannien verbuchte im dritten Quartal des laufenden Jahres ein Umsatzminus von 16 Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl der verkauften Klassik-Produkte um 21 Prozent.

Der Markt für Klassiktonträger in Großbritannien verbuchte im dritten Quartal des laufenden Jahres ein Umsatzminus von 16 Prozent auf 9,47 Millionen Pfund. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lagen die Umsätze in diesem Segment noch bei 11,27 Millionen Pfund. Nach Marktuntersuchungen des Branchenverbands British Phonographic Industry (BPI) sank auch die Zahl der verkauften Klassik-Produkte um 21 Prozent: Gingen im dritten Quartal des vergangenen Jahres noch mehr als 2,9 Millionen Klassik-Tonträger über die Ladentheken des Königreichs, so waren es von Anfang Juli bis Ende September 2001 nur noch rund 2,3 Millionen Exemplare. Erfolgreichstes Klassik-Produkt des dritten Quartals 2001 war laut BPI die Compilation „Classical Chillout“, die in Großbritannien nur drei Wochen vor Quartalsende veröffentlicht wurde und in Deutschland am 7. Dezember erscheint. Die Liste der 15 bestverkauften Klassik-CDs wird von Compilations, Soundtracks und Künstler-Kopplungen dominiert. Im Jahresvergleich liegt die britische Klassikbranche dennoch im Plus: Von Anfang Oktober 2000 bis Ende September 2001 verzeichnet das Segment bei Umsätzen von fast 64,3 Millionen Pfund ein Wachstum von sieben Prozent im Vergleich zu rund 60,2 Millionen Pfund aus den vorherigen zwölf Monaten.