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Britischer Handelsverband fordert Rettung der Single

Angesichts der Einbrüche beim Singlesverkauf fordert BARD-Chariman Simon Wright drastische Maßnahmen zur Unterstützung des Formats. Ansonsten sei binnen zwei Jahren mit dem Verschwinden der Single zu rechnen.

Angesichts der Einbrüche beim Singlesverkauf fordert Simon Wright, Chairman des britischen Handelsverbands BARD und Chef der britschen Virgin Megastores, drastische Maßnahmen der Hersteller zur Unterstützung des Formats. Ansonsten sei binnen zwei Jahren mit dem Verschwinden der Single zu rechnen. Allein in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres brach die Zahl der von den Herstellern an den Handel ausgelieferten Singles nach Angaben des Branchenverbands BPI im Vergleich zum Vorjahresquartal um 42,2 Prozent ein. Wright bezeichnete diese Entwicklung bei einem Treffen des BARD-Vorstands als „gefährlich“, und forderte eine gemeinsame Marktuntersuchung von BARD, BPI und den Charts-Ermittlern der Official UK Chart Company. BPI-Chairman Peter Jamieson will Wrights Vorstoß zum Schutz der Single unterstützen, zudem, so betonte er, sei es notwendig, auch legale Downloads zur Charts-Ermittlung heranzuziehen: Man müsse erkennen, dass eine reine Verkaufs-Charts bald keinen Sinn mehr mache, obwohl der Konsum einzelner Tracks so hoch sei wie eh und je. Nicht alle Händler geben der Single noch eine Chance. Laut Russ Grainger, Gründer der Handelskette Music Zone, ist das Format zum Aussterben verdammt: „Warum sollten die Kunden noch Singles kaufen, wenn doch die Alben so günstig sind wie derzeit.“

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