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Britische Verbraucherschützer wollen DRM abschaffen lassen

Die britische Verbraucherschutzgruppe National Consumer Council (NCC) hat einem Parlamentsausschuss ihr Leid über die Entertainmentbranche geklagt. Die Verwendung von Kopierschutz- und DRM-Systemen untergrabe die Nutzungsrechte der Kunden.

Die britische Verbraucherschutzgruppe National Consumer Council (NCC) hat einem Parlamentsausschuss ihr Leid über die Entertainmentbranche geklagt. Die Verwendung von Kopierschutz- und DRM-Systemen untergrabe Datenschutzgesetze und die Nutzungsrechte der Kunden, erklärte NCC-Direktorin Jill Johnstone vor der All Party Parliamentary Internet Group (APIG). Diese Arbeitsgruppe untersucht u.a., ob DRM-Systeme die Funktionstüchtigkeit von Computern beeinträchtigen können oder ob eine neue Gesetzgebung für den Tausch von Inhalten im Internet benötigt wird.

„Wegen der gegenwärtigen Situation laufen Konsumenten Gefahr, ihre Geräte zu beschädigen, zudem sind erworbene Produkte in ihrer Nutzung eingeschränkt und dabei werden die Kunden beim Kauf auch noch schlecht über diese unfairen Vertragsbedingungen informiert“, so Johnstone. Selbstverständlich respektiere das NCC das Recht auf geistiges Eigentum, doch in die eigenmächtige Regulierung der Inhalteindustrie per DRM setze man nur wenig Vertrauen. Die APIG hat zwar keine legislative Befugnis, wird jedoch nach Abschluss ihrer Bestandsaufnahme eine Empfehlung an das britische Unterhaus geben.

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