Recorded & Publishing

Britische Musikbranche profitiert vom DVD-Trend

Die britische Musikbranche setzte im Jahr 2002 umgerechnet rund 46,5 Millionen Euro mit Musikvideos um. Fast drei Viertel davon gingen auf das Konto der DVD.

Die britische Musikbranche setzte im Jahr 2002 umgerechnet rund 46,5 Millionen Euro mit Musikvideos um. Mit mehr als 73 Prozent gingen fast drei Viertel davon auf das Konto der DVD. Nach Zahlen des britischen Branchenverbands BPI erzielten Musikvideos auf DVD einen Umsatzanteil von rund drei Prozent am Tonträgermarkt. Laut Verbandsstatistik lieferten die Hersteller insgesamt 4,7 Millionen Musikvideos an den britischen Handel aus, 71 Prozent davon entfielen auf die DVD. 57 Prozent aller ausgelieferten Musikvideos orderte der Handel im vierten Quartal des vergangenen Jahres. Dabei erzielten die Megastores und Elektrofachmärkte die höchsten Umsatzanteile im Königreich: HMV, Virgin und Co. verkauften 61,6 Prozent aller Musikvideos. Ihr Anteil am DVD-Geschäft lag gar bei 68,5 Prozent, bei VHS-Bändern kamen sie allerdings nur auf 48,7 Prozent. Kaufhäuser und SB-Märkte erzielten dagegen mit der althergebrachten VHS-Cassette höhere Verkaufszahlen als mit Musik-DVDs, auf den Fachhandel entfielen über beide Formate rund elf Prozent der Anteile am Musikvideogeschäft. Das formatübergeifend bestverkaufte Musikvideo in Großbritannien war mit mehr als 100.000 Exemplaren die erst im November erschienene Hits-Compilation der Formation Westlife, „Unbreakable“, auf Rang zwei folgt „The Eminem Show“. Da es sich hierbei um eine CD mit einer Bonus-DVD handelt, fällt dieses Produkt nach den offiziellen britischen Charts-Regeln unter die Kategorie Musikvideo.