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Britische Mobildownloads gefährden CDs

Jugendliche britische Musikfans geben der CD keine Überlebenschance. Downloads – ob mobil oder am Computer – würden dem physischen Tonträger schon in fünf Jahren den Garaus machen, meinen 60 Prozent der Befragten einer aktuellen Studie.

Jugendliche britische Musikfans geben der CD keine Überlebenschance. Downloads – ob mobil oder am Computer – würden dem physischen Tonträger schon in fünf Jahren den Garaus machen, meinen 60 Prozent der Befragten einer aktuellen Studie.

Diese wurde in Auftrag gegeben vom Mobilfunkanbieter 3 und darf daher zwar als tendenziös gelten, doch die Kernaussagen der repräsentativen Umfrage unter 16- bis 24-jährigen Briten sind für traditionelle Händler ernüchternd: Ein Fünftel der Teilnehmer würde schon heute seine Musik komplett mobil kaufen, wenn es technisch und finanziell möglich wäre. 60 Prozent der Zielgruppe hat bereits Musik über ein 3G-Handy als Fulltrack-Download gekauft. Drei Viertel davon wollen ihre Musik immer sofort kaufen, nachdem sie einen Song gehört haben.

3 verkauft derzeit gut eine Million Songs und Videos pro Monat an seine 3,75 Millionen Kunden. Die Haupteinkaufszeit liegt dabei täglich zwischen 18 und 23 Uhr, was den Schluss nahelege, dass viele Kunden Musik noch während oder nach einem Besuch im Pub oder Club downloaden. Fast zwei Drittel der Befragten gaben an, Musik unterwegs und in öffentlichen Verkehrsmitteln mobil einzukaufen.

Ganz tot scheint die CD jedoch noch nicht zu sein: Der britische Markt wird das Jahr 2006 nach derzeitigem Stand voraussichtlich wieder mit rund 160 Mio. verkauften Alben abschließen und damit das hohe Absatzniveau aus dem Vorjahr halten können, berichtet die Londoner „Times“.

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