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Britische Kartellwächter wollen Academy-Übernahme eingehend prüfen

Die britischen Wettbewerbshüter werden die geplante Mehrheitsübernahme der Academy Music Holdings genauer prüfen. 51 Prozent des Spielstättenbetreibers sollen in die Hände von Hamsard fallen, doch die Behörden wittern Marktdominanz.

Die britischen Wettbewerbshüter werden die geplante Mehrheitsübernahme der Academy Music Holdings genauer prüfen. 51 Prozent des Spielstättenbetreibers sollen in die Hände von Hamsard fallen, einem Gemeinschaftsunternehmen des US-Veranstaltungsriesen Live Nation und der irischen Gaiety Investments.

Das Office of Fair Trading (OFT) hat den Fall nun nach einer ersten Prüfung an die Competition Commission weitergereicht, die den Deal genauer unter die Lupe nehmen wird. Zur Debatte steht u.a., ob durch die Beteiligung von Hamsard an Academy Music Wettbewerbsnachteile für andere Spielstättenbetreiber und Veranstalter entstehen. Vor allem die Konzertvenues in London könnten nachteilig von dem Zusammenschluss betroffen sein, befand das OFT. Die UK-Kartellkommission hat nun 24 bis maximal 32 Wochen Zeit, das geplante Geschäft zu prüfen.

Was Mitbewerbern wohl besonders missfällt, ist die Tatsache, dass gemäß des Beteiligungsplans 49 Prozent der Academy Music Holdings bei den Konzertagenturen Metropolis Music, SJM Concerts und MCD Productions verbleiben sollen. MCD – größter Veranstalter Irlands – ist aber wie Hamsard-Partner Gaiety Teil des Firmenimperiums des irischen Impresario Denis Desmond.

Live Nation und Desmond/Gaiety betreiben bereits eine große Anzahl britischer Spielstätten, darunter die Londoner Wembley Arena, das Astoria und das Hammersmith Apollo. Zu Academy gehören u.a. die Brixton Academy und das Shepherd’s Bush Empire. Vor Kurzem hatte Hamsard bereits die Mean Fiddler Group übernommen.

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