Der britische Verband der unabhängigen Plattenfirmen AIM hat in einem Schreiben an die Official Charts Company gefordert, die Integration von Downloadverkäufen in die UK-Singlecharts zu verschieben.
Einige Labels befürchten laut AIM, dass die für Ende dieses Monats geplante Chartsreform mit Einbeziehung der Downloads diejenigen Produkte bevorzugt, die über Apples iTunes-Service erhältlich sind. Unabhängige Labels seien dort aber bislang unzureichend vertreten. iTunes hat in Großbritannien im Downloadsektor einen Marktanteil von 80 Prozent.
Der Dachverband British Phonographic Industry (BPI) fährt derzeit eine Kampagne mit dem Ziel, mehr Indieproduktionen auf die führenden Downloadwebsites zu bringen. Der Verband ließ verlauten, dass von den 17 Independentsingles, die derzeit in den Singlecharts vertreten sind, nur eine nicht als Download bei den drei führenden Diensten iTunes, Napster und OD2 zur Verfügung stehe. Doch die BPI räumt gleichzeitig ein, dass wahre Chancengleichheit zwischen Majors und Indies nocht längst nicht gegeben ist: „Niemand gibt vor, dass die Indiepräsenz auf den Downloadplattformen so gut ist, wie sie sein könnte und sollte. Es ist noch ein langer Weg zu gehen“, heißt es in einem Statement des Verbands.
Die BPI hatte den Starttermin der gemischten Verkaufs- und Downloadcharts bereits um einen Monat verschoben, um den Indies bessere Bedingungen zu ermöglichen.





