Der britische Independentverband AIM wird am 2. Februar vor dem Unterhausausschuss All Party Parliamentary Internet Group (APIG) seine Position zum Einsatz von Digital Rights Management (DRM) darlegen. Die unabhängigen Plattenfirmen wollen dabei für einen differenzierten und konsumentenfreundlichen Ansatz plädieren. AIM-Chefin Alison Wenham wird zu der Anhörung gemeinsam mit Simon Wheeler, Director of Digital bei der Beggars Group, und Paul Sanders, dem Gründer von state51, erscheinen. Die APIG untersucht u.a., ob DRM-Systeme die Funktionstüchtigkeit von Computern beeinträchtigen können oder ob eine neue Gesetzgebung für den Tausch von Inhalten im Internet benötigt wird.
Die AIM-Mitglieder sind in dieser Frage der Ansicht, dass DRM „keine endgültige Antwort“ für das Onlinegeschäft mit urheberrechtlich geschützter Ware sein kann. „Obwohl DRM ein nützliches Werkzeug zur Nachverfolgung der Musiknutzung und -verkäufe ist, taugt es nicht zum Kontrollinstrument.“ Unabhängige Musikfirmen seien vorrangig künstlerorientiert und bestrebt, ihren Künstlern jede sich bietende Möglichkeit in nationalen und internationalen Märkten zu eröffnen.
„Wir machen uns neue Technologien lieber zu Nutze als sie abzulehnen“, so die AIM in ihrer schriftlichen Eingabe ans Parlament. Statt die Durchsetzung des Urheberrechts mit Strafmaßnahmen durchsetzen zu wollen, hätten die Indielabels erkannt, dass bei der Erschließung neuer Boommärkte immer ein gewisses Maß an Kontrolle verloren geht. Neben der AIM werden u.a. auch das National Consumer Council, eMusic, die BBC, AOL, The Film Council und Snocap an der Anhörung teilnehmen.






