Die britische Musikwirtschaft ist gemessen an den Umsätzen einer der größten Investoren des Landes. Der Branchenverband BPI sieht sich im innerbritischen Vergleich der Investitionsquoten sogar an zweiter Stelle und fordert gleichzeitig rechtliche Rahmenbedingungen, die auch künftig ein vernünftiges Wirtschaften ermöglichen. 17 Prozent der Branchenumsätze im Jahr 2004 – oder 206,7 Mio. Pfund – seien wieder in Forschung & Entwicklung geflossen.
Unter diesem Begriff fasst die BPI Ausgaben für A&R, Künstlerentwicklung und Recording zusammen. Mit dieser Investitionsquote liege die Musikbranche zum Teil deutlich vor anderen Wirtschaftszweigen, erklärte BPI-Chairman Peter Jamieson. Als Beleg führt er Zahlen des britischen Wirtschaftsministeriums an: Luftfahrt und Verteidigung gaben demnach im gleichen Jahr 12,3 Prozent ihrer Umsätze für Forschung & Entwicklung aus, die Automobilbranche 7,7 Prozent, Software- und Computer Services 5,2 Prozent, der IT-Hardware-Sektor 4,8 Prozent und Telekommunikationsdienste nur 2,9 Prozent.
Laut BPI müsse sich die Musikwirtschaft in diesem Ranking nur der Pharma- und Biotech-Industrie geschlagen geben, die 39,6 Prozent ihrer Einnahmen reinvestiert. Diese Erkenntnisse will der Verband nun einem Expertengremium der Regierung zukommen lassen, die über mögliche Reformen am britischen Urheberrecht berät.





