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Britische Branche beendet erstes Quartal im Minus

Wie die meisten großen Musikmärkte hat auch die Branche in Großbritannien im ersten Quartal Federn lassen müssen. Doch so drastisch wie in den USA waren die Absatzeinbrüche auf der Insel nicht.

Wie die meisten großen Musikmärkte hat auch die Branche in Großbritannien im ersten Quartal Federn lassen müssen. Doch so drastisch wie in den USA waren die Absatzeinbrüche auf der Insel nicht. In den drei Monaten bis Ende März kauften britische Musikfans mehr als 31,97 Millionen Alben. Das entspricht einem Rückgang um 5,6 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2006.

Dabei sorgten erstaunlicherweise ausgerechnet Compilations, denen in Zeiten des Downloadbooms viele ein schnelles Ende prophezeien, für ein gedämpftes Minus. Der Kopplungsabsatz legte im Jahresvergleich um 10,1 Prozent auf knapp 6,6 Millionen Einheiten zu. Künstleralben hingegen verloren 8,9 Prozent der Verkäufe und kommen nach drei Monaten nur auf gut 25,37 Millionen Exemplare. Insgesamt liegt das Albumgeschäft aber auf dem niedrigsten Niveau seit 2002. Besonders die zweite Märzhälfte sei im Handel schlecht gelaufen.

Der Tonträgerverband BPI gibt jedoch zu bedenken, dass die Überraschungsband Arctic Monkeys vor einem Jahr für überdurchschnittlich gute Zahlen im ersten Quartal gesorgt hatte. Die diesjährigen Bestseller unter den Longplayern waren im ersten Quartal Amy Winehouse mit 467.820 Kopien von „Back To Black“, gefolgt von den aktuellen Werken von Take That, Mika, Kaiser Chiefs und Snow Patrol. Damit belegt Universal Music alle fünf Plätze an der Spitze.

Der Singles-Markt legte erneut deutlich zu – diesmal um 40 Prozent. Dieses Wachstum beruht aber allein auf Downloads, physische Singles verloren weitere 34 Prozent ihres Absatzes. Insgesamt verkaufte die UK-Branche 9,96 Millionen Einzeltracks im ersten Quartal. Das sind 92,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Die Zahl der verkauften Downloadalben stieg auf 982.713 – ein Plus von 61,1 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2006, dem Vierteljahresabschnitt, in dem die BPI mit der Erfassung dieser Daten begann.

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