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Briten wollen die Single retten

Angesichts von Einbrüchen bei den Singles-Verkäufen im ersten Halbjahr 2003 um rund ein Drittel denkt die britische Musikbranche über Maßnahmen zur Rettung des Formats nach. Die Ideen dazu klingen ähnlich wie hier zu Lande.

Angesichts von Einbrüchen bei den Singles-Verkäufen im ersten Halbjahr 2003 um rund ein Drittel denkt die britische Musikbranche über Maßnahmen zur Rettung des Formats nach. Die Ideen dazu klingen ähnlich wie hier zu Lande. So schlägt eine vom Branchenverband BPI unterstützte Projektgruppe der Official UK Chart Company unter anderem vor, Download-Verkäufe künftig für die Charts-Erhebung heranzuziehen. Außerdem sollte die Spanne zwischen der Radiobemusterung und der eigentlichen Veröffentlichung der Single verkürzt, und die Singles-Charts statt wie bislang traditionell am Sonntag schon am Freitag publiziert werden – unterstützt von einer Live-Sendung im britischen Fernsehen. „Wenn die Leute einen Song stehlen können, dann sollten sie auch die Chance haben, ihn zu kaufen“, fordert BPI-Chairman Peter Jamieson. Die britische SB-Handelskette Asda, auf die im Singles-Geschäft ein Marktanteil von rund 15 Prozent entfällt, will sich einer Kampagne zur Rettung des Formats anschließen. Zudem fordert Becky Oram, General Manager Entertainment bei Asda, die Einführung der günstigen Two-Track-Single: „Bis zum vierten Quartal sind dringende Maßnahmen notwendig: Wenn wir den derzeitigen Markteinbrüchen weiterhin zusehen, wird es im kommenden Jahr nur noch sehr kleine Stückzahlen geben“, warnte sie.

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