Recorded & Publishing

Briten springen auf Downloadzug auf

Der stationäre Handel in Großbritannien muss sich an die neuen Zeiten anpassen, sagen die Marktforscher von Taylor Nelson Sofres. Britische Musikfans fänden Downloads inzwischen viel spannender als den Plattenladen.

Der stationäre Handel in Großbritannien muss sich an die neuen Zeiten anpassen, sagen die Marktforscher von Taylor Nelson Sofres (TNS). Britische Musikfans fänden Downloads inzwischen viel spannender als den Plattenladen. Die wachsende Beliebtheit von Downloadshops wie Napster, iTunes oder MSN werde schon bald Einfluss auf die Umsätze im Tonträgerhandel haben, so Ian Waymark, Service Director bei TNS Audio Track. Die Marktforscher beobachten das Einkaufsverhalten eines Panels mit 10.000 Personen.

In den 16 Wochen bis zum 19. September stieg bei diesen Konsumenten der Downloadanteil am Musikkonsum drastisch an. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung sind inzwischen 300.000 Briten regelmäßige Downloader. Diese geben nur noch 26 Prozent ihres Musikbudgets im traditionellen Handel aus. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 63 Prozent. Statt dessen kaufen die aktiven Downloader ihre Musik immer häufiger in digitaler Form ein: Vor einem Jahr gaben sie erst vier Prozent ihres Budgets für Songfiles aus, inzwischen sind es schon 66 Prozent.

Laut TNS zahlen Briten im Durchschnitt 6,70 Pfund oder umgerechnet 9,59 Euro pro Albumdownload, das durchschnittliche CD-Album kostet 9,79 Pfund oder umgerechnet 14,01 Euro. Die überwiegende Mehrheit der Downloader ist männlich, 58 Prozent von ihnen sind älter als 35 Jahre. Zur Marktforschungsgruppe TNS zählen in Deutschland auch Infratest und Emnid.

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