Die britische Händlervereinigung Entertainment Retailers Association (ERA) weiß, was sie an ihren Kunden hat. Der Verband hat errechnet, dass jeder Brite im Jahr 2006 durchschnittlich 2,7 CD-Alben gekauft hat. Damit sind UK-Musikfans die konsumfreudigsten weltweit. Nur die Norweger und die US-Amerikaner können noch mit einem Pro-Kopf-Schnitt von 2,1 Alben mit den britischen Käufern mithalten.
Seit der Einführung der CD im Jahr 1983 wurden in Großbritannien über 2,86 Mrd. Alben verkauft, womit jeder Einwohner des Königreichs seither theoretisch 47 Stück gekauft hat. ERA-Generaldirektorin Kim Bayley wies daher auf die anhaltend hohe Bedeutung des stationären Handels hin. Das Downloadgeschäft habe zwar in den letzten Jahren für die meisten Schlagzeilen gesorgt, doch beim Verkauf von Alben habe das physische Geschäft weiterhin die Nase deutlich vorn.
Die 200 ERA-Mitglieder betreiben zusammen gut 5000 Läden in Großbritannien und repräsentieren rund 90 Prozent aller Musik-, Video- und Games-Verkäufe in UK. Der Verband trifft sich am 28. Juni im Londoner Earls Court, um die aktuellen Marktentwicklungen zu diskutieren und um sich auf die Schwerpunkte für den Herbst einzustimmen.






