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Briten schaffen knappes Minus

Ein starkes viertes Quartal sorgte auf dem britischen Markt zum Jahresabschluss für ein knappes Umsatzminus von 0,8 Prozent. Dabei kam das vierte Quartal nach BPI-Angaben knapp an das bisherige Rekordquartal heran.

Ein starkes viertes Quartal sorgte auf dem britischen Markt zum Jahresabschluss für ein knappes Umsatzminus von 0,8 Prozent. Zum Halbjahr verbuchte die Branche noch ein Minus von sieben Prozent. Dabei bezieht sich der Branchenverband BPI nur auf Tonträgerverkäufe, DVDs finden in der Bilanz noch nicht statt. In den zwölf Monaten des vergangenen Jahres setzten die britischen Plattenfirmen 1,176 Mrd. Pfund um – umgerechnet rund 1,480 Mrd. Euro. Das Album-Segment steuerte dazu bei Umsätzen von 1,112 Mrd. Pfund ein Plus von 2,1 Prozent bei. Die Zahl der verkauften Alben stieg gar um 4,9 Prozent auf 236.864 Exemplare. Nach Stückzahlen stellten die BPI-Mitglieder einen neuen Jahresrekord auf und erzielten ein mehr als doppelt so hohes Verkaufsergebnis wie noch vor 20 Jahren. Allerdings sorgten Einbrüche bei den Singles um 33,6 Prozent nach Umsätzen und um 30,7 Prozent nach Exemplaren insgesamt für ein knappes Minus. Mit 36,4 Mio. Singles setzen die UK-Firmen rund 64,5 Mio. Pfund um.

Das vierte Quartal kam nach BPI-Angaben mit Umsätzen von mehr als 503 Mio. Pfund knapp an das bisherige Rekordquartal Ende 2001 mit gut 506 Mio. Pfund heran und schlug den Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent. In den letzten drei Monaten des Jahres 2003 verzeichneten die BPI-Mitglieder bei den Alben ein Umsatz- und Absatzplus von jeweils 5,4 Prozent, bei den Singles fiel ein Minus von 14,4 Prozent nach Umsätzen und von 6,4 Prozent nach Stückzahlen an.

Die BPI-Bilanz macht erneut die Bedeutung des vierten Quartals für die Musikbranche deutlich: 43,5 Prozent aller CD-Alben wurden in den letzten drei Monaten des Jahres verkauft. Das war der zweithöchste Wert nach 1985, als 45 Prozent aller Alben im letzten Quartal einen Käufer fanden. Auch bei den Singles fiel die Bilanz ähnlich aus: Hier trug das letzte Quartal 2003 rund 31,5 Prozent zur Jahresbilanz bei, der höchste Anteil seit dem Konsens-Hit „Do They Know It’s Christmas Time“ des Projekts Band Aid aus dem Jahr 1984.

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