In Großbritannien greifen Klassikkunden offenbar zunehmend zu Onlineangeboten. Der Klassik-Marktanteil bei iTunes soll auf zwölf Prozent gewachsen sein, im physischen Geschäft dümpelt die Klassik dagegen weiterhin bei drei bis vier Prozent Marktanteil, behauptet zumindest der britische „Guardian“.
Auch für einzelne Künstler zahlt sich die digitale Verfügbarkeit offenbar aus: So soll Janine Jansen gleich drei Viertel aller Verkäufe ihrer „Vier Jahreszeiten“ über das Internet realisiert haben, sagte Jonathan Gruber, als Vice President New Media Universal Classics & Jazz der Zeitung.
Während man bei Universal kürzlich bereits mit dem digitalen Heben von musikalischen Archivschätzen oder exklusiven Downloadangeboten aus dem Klassikbereich begonnen hat, steht nun auch Warner vor dem Eintritt in die digitale Exklusivwelt. Das unabhängige Klassiklabel Chandos sammelte mit einem ähnlichen Angebot bereits positive Erfahrungen: Laut Managing Director Ralph Couzens kamen zum Start des eigenen Onlineshops im Juni 2005 noch drei CD-Bestellungen auf jeden Download, inzwischen habe sich das Verhältnis umgedreht.






