Im Streit um homophobe Texte mancher Dancehall-Künstler will die Stadt Brighton jetzt zu drastischen Mitteln greifen. Mitglieder des Gemeinderats wollen Plattenhändler wie HMV, Virgin Megastore und MVC dazu bringen, Alben mit schwulenfeindlichen Texten aus den Regalen zu nehmen. Am 25. November soll das Boykott-Begehren im Gemeinderat diskutiert werden.
„Wir befürworten diese Texte nicht, aber die Kunden sollten die Möglichkeit haben, sich selbst zu entscheiden“, erklärte ein HMV-Sprecher gegenüber „BBC News“. Ein Virgin-Sprecher räumte ein, das Unternehmen würde „ernsthaft darüber nachdenken“, die fraglichen Album nicht mehr anzubieten, sollte der Gemeinderat den Dancehall-Boykott befürworten. Bei MCV räumte man die fraglichen CDs bereits aus der prominent platzierten Auslage.
„Brighton gilt als homosexuelle Hochburg Großbritanniens. Deshalb haben wir beschlossen, gegenüber den Plattenläden Stellung zu beziehen“, sagte Stadtrat Simon Williams. „Wir hoffen, Druck auf die Musikindustrie ausüben zu können, damit diese ihren Künstlerstamm säubert“, ergänzte er.






