Recorded & Publishing

Bremst Apple das Downloadwachstum?

Das zarte Wachstumspflänzchen Downloadverkauf droht zu verkümmern: Laut dem US-Chartsermittler Nielsen SoundScan waren die digitalen Absatzzahlen Ende November erstmals rückläufig. Und manche Marktteilnehmer haben auch schon einen Schuldigen für diese Tendenz ausgemacht: Apple.

Das zarte Wachstumspflänzchen Downloadverkauf droht zu verkümmern: Laut dem US-Chartsermittler Nielsen SoundScan waren die digitalen Absatzzahlen Ende November erstmals rückläufig. In der Woche bis zum 27. November wurden 0,44 Prozent weniger Downloads verkauft als in der Vergleichswoche des dritten Quartals. Zwischen Mai und September stieg der Wochenverkaufsschnitt von 6,4 auf 6,6 Mio. Downloads. Zuletzt überquerte der US-Markt sogar die Grenze zu acht Mio. Songs pro Woche. Doch nun fürchten Beobachter ein Abflauen des Booms. Und manche Marktteilnehmer haben auch schon einen Schuldigen für diese Tendenz ausgemacht: Apple.

Der Computerhersteller, der mit seiner exklusiven Allianz aus iTunes und iPod den Markt bestimmt wie keine andere Firma, sei möglicherweise inzwischen der Bremsklotz für eine zügigere Entwicklung des digitalen Marktes, berichtet die „Business Week“. „Der Bösewicht in dieser Geschichte ist der iPod“, urteilt Napster-Chef Chris Gorog. „Er ist das Gerät, das die Kunden lieben. Aber sie können damit nirgends anders einkaufen als bei Apple. Das langweilt die Leute doch.“ Doch aus dem Umfeld von Apple kommt Entwarnung: Man habe zuletzt sehr viele Geschenkgutscheine für den iTunes Store verkauft, verriet eine ungenannte Quelle dem Magazin. Diese Einkäufe würden wohl erst nach den Feiertagen getätigt und fehlten aktuell in den Statistiken.

Mehr zum Thema