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Brein macht weiteren P2P-Seiten den Garaus

Die niederländische Antipiraterieorganisation Brein räumt weiter im Dschungel fragwürdiger P2P-Angebote auf. Mit einer Klage zwangen die Piratenjäger den Internet-Service-Provider LeaseWeb, die BitTorrent-Seite Everlasting.nu herunterzufahren. Eine weitere vom Provider gehostete Seite wankt bereits.

Die niederländische Antipiraterieorganisation Brein räumt weiter im Dschungel fragwürdiger P2P-Angebote auf. Mit einer Klage zwangen die Piratenjäger den Internet-Service-Provider LeaseWeb, die BitTorrent-Seite Everlasting.nu herunterzufahren. Eine weitere vom selben Provider gehostete Seite wankt bereits.

Amsterdamer Richter bestätigten der Brein in der vergangenen Woche, dass Everlasting.nu mit seinem Filesharing-Angebot gegen niederländisches Recht verstößt. Der Provider LeaseWeb wurde dazu verdonnert, die betroffene Seite zu schließen, eine Neueröffnung auf den eigenen Servern zu verhindern sowie die Identitäten der Betreiber offenzulegen.

Nach diesem Schritt rückt nun eine andere von LeaseWeb betreute BitTorrent-Website ins Visier der Brein: Demonoid.com. Eine von der Antipiraterieorganisation in Auftrag gegebene Untersuchung habe erbracht, dass 93,8 Prozent des von Demonoid zugänglich gemachten Materials urheberechtlich geschützt sei. Prompt verschwand die Seite am 26. Juni vom Netz. Die Betreiber begründeten den Ausfall zwar mit technischen Problemen. Man darf aber wohl annehmen, dass sich die Administratoren im Hintergrund fieberhaft nach neuen Providern, möglicherweise außerhalb der Niederlande, umschauen. „Demonoid scheint ein Versteckspiel zu betreiben“, mutmaßt Brein-Director Tim Kuik. Man sei den Betreibern aber auf der Spur.

„Viele solcher Seiten sind bei einem niederländischen ISP angesiedelt, hauptsächlich bei LeaseWeb“, erklärt Kuik. „LeaseWeb wird offenbar als sicherer Hafen für solche Angebote angesehen. Das muss aufhören.“ Auf den Servern von LeaseWeb liegen u. a. auch die Seiten der Angebote Torrentspy und BTjunkie.

Auf Betreiben der Brein wurden inzwischen rund 150 P2P-Seiten zugesperrt. Als Präzedenzfall diente Mitte letzten Jahres ein Gerichtsbeschluss gegen die niederländische MP3-Suchmaschine Zoekmp3. „Wir haben wiederholt gezeigt, das derartige Websites nach geltendem niederländischen Recht nicht zulässig sind. Und wir werden damit weitermachen, bis keine mehr übrig ist“, kündigt Kuik kompromisslos an.

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