Die niederländische Antipiraterieorganisation Brein hat dem Internet-Service-Provider LeaseWeb eine Unterlassungserklärung abgerungen, die BitTorrent-Seite Demonoid vom Netz zu nehmen. Doch die Betreiber der Seite führen ihr Versteckspiel scheinbar wenig beeindruckt fort.
Vor kurzem hatte die Brein gegen denselben Provider bereits gerichtlich verfügt, die Website Everlasting.nu zu sperren. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Piratenjäger auch Demonoid.com bereits ins Visier genommen. Eine von der Antipiraterieorganisation in Auftrag gegebene Untersuchung hatte nämlich erbracht, dass 93,8 Prozent des von Demonoid zugänglich gemachten Materials urheberechtlich geschützt sein sollen. Daraufhin verschwand die Seite zwar kurzerhand aus dem Netz, tauchte aber nun – über einen kanadischen Provider gehostet – wieder aus der Versenkung auf.
„Demonoid scheint ein Versteckspiel zu betreiben“, mutmaßte Brein-Director Tim Kuik bereits vor kurzem. Die Brein will nun die von LeaseWeb herausgegebenen Informationen nutzen, um den oder die Betreiber ausfindig zu machen. Außerdem will sich die Organisation mit kanadischen Rechteinhabern in Verbindung setzen, um sich über rechtliche Schritte gegen den dortigen Provider auszutauschen.
„An der BitTorrent-Technologie ist grundsätzlich nichts Verwerfliches“, erklärte Brein-Chef Tim Kuik unterdessen. „Aber es geht um die Art, wie sie benutzt wird. Demonoid hat systematisch Gebrauch von der Verfügbarkeit illegaler Dateien gemacht, deshalb mussten wir einschreiten.“






