Recorded & Publishing

Branchenexperten schätzen Harmony

Während Apple sein Geschäftsmodell durch Harmony in Gefahr sieht, plädiert RealNetworks für mehr Interoperabilität. Branchenexperten befürworten RealNetworks Vorstoß, weil sie in der Inkompatibilität von Abspielformaten und DRM-Systemen einen Bremsklotz für das Online-Musik-Geschäft sehen.

RealNetworks Harmony-Technologie sorgt für Gesprächsstoff in der Branche. Die Software macht Musikdateien und DRM-Systeme miteinander kompatibel und ermöglicht so das Abspielen von in beliebigen Online-Shops gekauften Dateien auf beliebigen Musikplayern. Während Apple sein Businessmodell verteidigt, plädiert RealNetworks für mehr Interoperabilität. Branchenexperten befürworten RealNetworks Vorstoß, weil sie in der Inkompatibilität von Abspielformaten und DRM-Systemen einen Bremsklotz für das Online-Musik-Geschäft sehen. Auch Vertreter von Plattenfirmen begrüßen das neue System. Laut Jeff Bronikowski, VP Business Development Universal Music Group, sei „Harmony ein Schritt in die richtige Richtung“. Wenn die Nutzer Songs auf jeder beliebigen Seite kaufen und auf jedem beliebigen Musikplayer abspielen könnten, könne dies die digitalen Verkäufe anschieben. Apple wird es sich nach Einschätzung von Insidern jedoch nicht nehmen lassen, seine geschlossene Nutzer-Umgebung zu verteidigen. Derzeit kann das Unternehmen sich nach Einschätzung von Branchen-Analysten wie Tim Deal von Technology Business Research diesen Exklusivitätsanspruch noch leisten. Denn noch würden die Abverkäufe von Apples iPod dadurch beflügelt. Die Strategie könne auf lange Sicht jedoch auch nach hinten losgehen. „Apple muss sich umstellen, wenn die Bedürfnisse der Nutzer sich ändern, aber zurzeit reißen sich die Verbraucher noch um den iPod“, so Deal.

Mehr zum Thema