Recorded & Publishing

Branche weltweit nur ein Prozent im Minus – Marktforscher machen Hoffnung

Offizielle Zahlen der IFPI liegen noch nicht vor, doch den Marktforschern der Informa Group zufolge schrumpfte das weltweite Musikgeschäft im Jahr 2004 erneut um ein Prozent. Doch DVD und Downloads bremsten den Abschwung und bereits in diesem Jahr soll es global wieder aufwärts gehen.

Offizielle Zahlen der IFPI liegen noch nicht vor, doch den Marktforschern der Informa Group zufolge schrumpfte das weltweite Musikgeschäft im Jahr 2004 erneut um ein Prozent auf ein Umsatzvolumen von 32,1 Mrd. Dollar. Doch DVD und Downloads bremsten den Abschwung und bereits in diesem Jahr soll es global wieder um ein Prozent aufwärts gehen. Die Musik-DVD machte mit ihren 2,7 Mrd. Dollar – ein Zuwachs von über einem Viertel gegenüber 2003 – 8,4 Prozent des Gesamtumsatzes aus, so Informa. Ohne diese Verkäufe wäre das Minus der Branche deutlicher ausgefallen: Die reinen Audioprodukte fielen nämlich im letzten Jahr um 2,9 Prozent auf 29,4 Mrd. Dollar.

Auch in diesem Jahr wird die DVD weiter zulegen und knapp 3,2 Mrd. Dollar – oder 9,8 Prozent vom Gesamtkuchen – umsetzen. Der Anteil des digitalen Vertriebs nimmt sich im Vergleich noch etwas zierlich aus: 0,9 Prozent am weltweiten Musikumsatz gehen aufs Konto von Downloadverkäufen. Das sind rund 290 Mio. Dollar. Doch Informa sieht eine große Zukunft für das Onlinegeschäft: Im Jahr 2010, wenn sich die Branche laut der Informa-Prognose wieder in Umsatzregionen von 39 Mrd. Dollar bewegen wird, soll der Digitalanteil bereits 8,8 Prozent betragen – das wären dann über 3,4 Mrd. Dollar.

Das ist deshalb umso bemerkenswerter, da Informa erst Ende November noch prognostiziert hatte, dass das Downloadgeschäft im Jahr 2010 mit Umsätzen von rund drei Mrd. Dollar rechnen kann. Das weltweite Wachstum bis 2010 werde dabei nur kaum aus den bereits sehr weit entwickelten Musikmärkten kommen, so die Marktforscher. Vielmehr sei damit zu rechnen, dass heutige Piratenhochburgen künftig stärker zum legitimen Geschäft beitragen werden. An der Spitze dieser Entwicklung sieht Informa China und Russland, die in sechs Jahren die fünft- bzw. sechstgrößten Märkte stellen werden.

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