Während das Geschäft mit mobilen Inhalten vor allem in Asien floriert, hinkt die Nutzung von Musik via Handy in Europa bislang den Erwartungen hinterher. Die Entwicklung sei teilweise noch enttäuschend, beklagten Experten auf der Konferenz Mobile Media 2.0 am 18. und 19. Juli in München.
„Die Hoffnungen der Musikindustrie im Bereich Mobile Music haben sich bis heute nicht erfüllt“, beklagte etwa Ulrich Järkel, Senior Vice President Digital & New Business Development Europe bei Sony BMG. „Da passiert gar nichts.“ Die Zuwächse beim Verkauf digitaler Inhalte könnten die sinkenden Verkaufszahlen im physischen Markt bei Weitem nicht kompensieren, so Järkel. In Italien seien im mobilen Sektor sogar rückläufige Umsätze zu beobachten. „Der Konsument holt seine Musik heute da ab, wo er möchte.“ Unter Berufung auf Branchenstrategen nannte Järkel fehlende Innovationen, hohe Preise und zu komplexe Datenpläne der Provider als Gründe dafür, dass das digitale Geschäft im Vergleich mit anderen Territorien wie den USA oder dem asiatischen Raum nur schleppend vorankomme.
Sony BMG will sein Engagement im Bereich mobiler Downloads künftig verstärken. Järkel schweben dabei unter anderem Paketlösungen vor, die den Kunden für ein überschaubares Entgelt eine festgelegte Zahl an Mobildownloads bieten sollen. Weitgehend einig waren sich die Diskussionsteilnehmer der Euroforum-Konferenz, dass das Handy als Abspielgerät für Musik und Videos künftig den MP3-Player ersetzen wird.






