Recorded & Publishing

BPI will Privatkopien erlauben

Die BPI will sich einer Legalisierung der Privatkopie in Großbritannien nicht in den Weg stellen. Allerdings sieht der Tonträgerverband keine Notwendigkeit für eine Gesetzesänderung.

Die British Phonographic Industry (BPI) will sich einer Legalisierung der Privatkopie in Großbritannien nicht in den Weg stellen. Allerdings sieht der Tonträgerverband keine Notwendigkeit für eine Gesetzesänderung. „Wir stimmen vollständig mit den Kritikern überein, die verlangen, dass hier etwas unternommen werden muss“, erklärte Richard Mollet, Director of Public Affairs beim Verband.

Erst vor einer Woche hatte das Institute for Public Policy Research (IPPR) eine Änderung im UK-Urheberrecht gefordert, weil das geltende Recht zu Unrecht alle jene Personen kriminalisiere, die CDs auf ihren Computern für eine Übertragung auf MP3-Player rippen. Bei der BPI will man jedoch auch ohne Rechtsreform eine Lösung finden: „Ob man dafür das Gesetz ändern muss oder nicht, ist eigentlich eine akademische Frage. Schließlich können die Rechteinhaber diese Erlaubnis den Kunden selbst erteilen“, so Mollet.

Die BPI und ihre Mitglieder hätten auch bereits erklärt, dass sie privates Rippen nicht verfolgen wollten. Künftig werde man vermutlich durch Hinweise auf den Tonträgern Käufer darüber informieren, dass eine private digitale Kopie gestattet sei. Ein Plan, den Kay Withers vom IPPR nur halbwegs gut findet: „Es ist ja gut, dass die BPI deshalb niemanden verklagen will. Aber es sollte Aufgabe der Regierung sein, diese Verbraucherrechte zu definieren.“

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