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BPI und IFPI stopfen Schlupfloch zu AllOfMP3

Der IFPI und der BPI ist ein weiterer Schlag gegen den russischen Downloadanbieter AllOfMP3 gelungen. Im Zuge einer Razzia in London schlossen die Behörden eine Website, über die Gutscheine für einen Einkauf bei der von der Musikbranche als illegal eingestuften Downloadplattform angeboten wurden.

Der IFPI und der BPI ist ein weiterer Schlag gegen den russischen Downloadanbieter AllOfMP3 gelungen. Im Zuge einer Razzia in London schlossen die Behörden eine Website, die europäischen Bürgern Gutscheine für einen Einkauf bei der von der Musikbranche als illegal eingestuften Downloadplattform angeboten hatte.

Nachdem Plattenfirmen und Interessenverbände der Musikwirtschaft AllOfMP3 bereits mehrfach mit Klagen konfrontiert hatten, drehten Ende 2006 auch führende Kreditkarten- und Abrechnungsfirmen wie PayPal, MasterCard und Visa ihren Geldhahn nach Russland zu und machten es so für ausländische Kunden nahezu unmöglich, bei AllOfMP3 einzukaufen. Bei der von der IPFI und dem britischen Branchenverband BPI vorbereiteten Aktion nahm die Polizei nun einen 25-jährigen Mann fest, der unter anderem über die Seite allofmp3vouchers.co.uk sowie über eBay systematisch – und nach Ansicht der IFPI offenbar im Einklang mit den russischen Betreibern – Bestellgutscheine für AllOfMp3 versteigert haben soll, um auf diese Weise den Abrechnungsboykott zu umgehen.

„Britische Musikfans sollten einen Bogen um solche Gutschein-Systeme machen, die lediglich einen illegalen Service am Leben erhalten sollen, der Künstler um ihre Einkünfte bringt“, erklärte BPI-CEO Geoff Taylor. Und IFPI-Chef John Kennedy bekräftigte: „AllOfMP3.com stellt weder in Russland, den USA, Großbritannien noch im Rest der Welt ein legales Angebot dar.“

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