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BPI hofft auf Einlenken der Netzanbieter

Der britische Phonoverband BPI zeigte sich mit der ersten Resonanz der Netzanbieter Cable & Wireless und Tiscali zufrieden. Die Reaktionen auf die BPI-Forderung nach Internetzugangssperren für illegale Downloader seien ermutigend.

Der britische Phonoverband BPI zeigte sich mit der ersten Resonanz der Netzanbieter Cable & Wireless und Tiscali zufrieden. Die Reaktionen auf die BPI-Forderung nach Internetzugangssperren für illegale Downloader seien ermutigend.

Offenbar will die Tonträgerwirtschaft in UK die Auseinandersetzung in der Öffentlichkeit nicht über Gebühr zuspitzen. Erst gestern hatte sich nämlich Tiscali nur sehr eingeschränkt kooperationswillig gezeigt und der BPI die Bitte nach Abschalten des Onlinezugangs für die 17 von der BPI verdächtigten Nutzer zunächst abgeschlagen. Die Beweise für illegales Handeln seien nicht stichhaltig genug, ließ der Provider wissen. Auch die Herausgabe der persönlichen Nutzerdaten komme ohne richterliche Anordnung nicht in Frage.

Zugänglicher zeigte sich hingegen Cable & Wireless. Das Breitbandangebot Bulldog führe in seinen AGBs ausdrücklich das Nutzungsverbot für illegales Filesharing auf, erklärte das Unternehmen. „Das würde also im Normalfall bedeuten, dass alle zuwiderhandelnden Accounts gesperrt werden. Wir werden die nötigen Schritte einleiten, um die Angelegenheit geradezurücken“, ließ der ISP wissen.

Die BPI-Justiziarin Roz Groome äußerte sich hierzu zufrieden: „Sowohl Tiscali als auch Cable & Wireless verfügen über diese Klausel in ihren Nutzungsbedingungen. Nun fordern wir beide Firmen auf, ihre AGBs auch umzusetzen.“

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