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BPI drängt Blair-Regierung zu Sanktionen gegen Russland

Der britische Tonträgerverband BPI hofft im Kampf gegen illegale Downloads auf Schützenhilfe der Regierung. Chairman Jamieson forderte Außenministerin Beckett auf, den Fall AllOfMP3.com beim G8-Gipfel mit Russlands Präsident Putin anzusprechen.

Der britische Tonträgerverband BPI hofft im Kampf gegen illegale Downloads auf die Schützenhilfe des Außenministeriums. Chairman Peter Jamieson hatte Ministerin Margaret Beckett schriftlich aufgefordert, den Fall AllOfMP3.com beim G8-Gipfel mit Russlands Präsident Wladimir Putin anzusprechen.

Bei den dreitägigen Spitzengesprächen in St. Petersburg sollte Beckett bei Putin auf eine Abschaltung des russischen Download-Discounters drängen. Schließlich habe Putin zuletzt unmissverständlich erklärt, dass seine Regierung sich dem Schutz des geistigen Eigentums verschrieben habe, so Jamieson in seinem Schreiben an die Ministerin.

AllOfMP3.com ist einer der beliebtesten Downloadshops in Großbritannien, obwohl alle westlichen Rechteinhaber dem Dienst seine Illegalität bescheinigt haben. Ob Beckett angesichts anderer tagespolitischer Prioritäten dem Wunsch der britischen Branche nachkommt, ist unklar.

Immerhin scheint es jedoch – ob direkt oder indirekt dem Lobbyismus der Musikbranche gedankt -, als habe sich der Klub der weltgrößten Wirtschaftsmächte gegen einen Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation WTO ausgesprochen. Diese Maßnahme war zuletzt immer wieder von den Verbänden gefordert worden, sollte die Putin-Regierung nicht vehementer gegen das Piraterieproblem des Landes vorgehen.

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