Der britische Branchenverband BPI freut sich über die ersten UK-Charts mit Download-Beimischung und sieht darin einen Lebensretter für den bislang darbenden Singles-Markt im Vereinigten Königreich. Peter Jamieson, Chairman BPI, sah in den gestern erstmals mit dem neuen Reglement veröffentlichten Charts einen „historischen Tag für die UK-Musikindustrie“.
Der Singles-Markt werde repräsentativer, wenn durch Downloads neue Leute zu ihm stoßen, erläuterte Jamieson. Besonders begrüßte er die Entwicklung der Verkaufszahlen von Downloads in Großbritannien. In der Zeit vom 1. Januar bis 16. April seien mit 5.263.995 Tracks bereits mehr Dateien heruntergeladen worden als im gesamten Jahr 2004.
An die Adresse der britischen Independents gerichtet, die sich zunächst durch das neue Reglement benachteiligt sahen, jedoch gestern von den neuen Charts profitierten, sagte Jamieson: „Die Indies zählten schon immer zu den innovativsten Plattenfirmen in Großbritannien. Die BPI hat in den vergangenen Monaten gewaltige Anstrengungen unternommen, um den Indie-Firmen bei ihrer Vorbereitung auf die neuen Charts zu helfen. Und ich gratuliere ihnen zu ihrer starken Leistung in der ersten Ausgabe der neuen Charts.“






