Selbst große Ketten zeigen Bereitschaft, auch CD-Boxen ins Sortiment aufzunehmen. „Die Elektrofachmärkte haben endlich erkannt, dass sie mit Boxen nicht nur akzeptable Stückzahlen verkaufen können, sondern auch neue Kundschaft anlocken“, berichtet Michael Klapka, Director Catalogue Marketing bei Universal Strategic Marketing (USM). Dazu haben auch jüngste Erfolge der Johnny-Cash-Box beigetragen, die trotz eines hohen Preises in die Charts ging: „Das Thema hätte Potenzial für die Top 30 gehabt“, führt Klapka aus, der allerdings keine exakten Verkaufszahlen nennen will.
Auch die „Singles Box“ von The Who, die von der neuen Compilation „Then And Now“ flankiert wird, sowie der erste Teil der „Singles „„-Boxenreihe von den Rolling Stones sollen von den Veränderungen in der Handelslandschaft profitieren. „Durch die Öffnung der großen Ketten für solche Themen erreichen wir nun auch die Masse der Leute, die eben nicht in den Fachhandel geht oder auf spezielle Mailorder zurückgreift.“ In Deutschland verkaufte sich diese Art von Veröffentlichungen bislang über Onlinehändler und via Mailorder, in Frankreich habe man, so Klapka,bereits sehr gute Erfahrungen mit der neuen Situation gemacht. „Hier hat das Umdenken im Handel schon früher eingesetzt“, stellt der Backkatalog-Experte fest. Mit der Unterstützung aus dem Handel gehe USM an die langfristige Vermarktung von vier Backkatalog-Reihen:
Die „Deluxe-Edition“ enthält neben dem Originalalbum eine CD mir raren Tracks, in der Reihe „Sound & Vision“ erscheint ein Originalalbum plus DVD, und auch die Reihe „Deluxe Sound & Vision“ bietet CD zusammen mit DVD, hier jedoch in Form von Best-ofs. Schließlich führt die Reihe „CD Story“ CD und Buch zusammen. Ein Vertreter dieser Serie, die „Abba Story“, hat bereits Platz 31 der Longplay-Charts erreicht. „Bei Marketing und Promotion kommt es darauf an, einen langen Atem zu haben“, erläutert Klapka die weitere Strategie.






