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Bolloré sträubt sich gegen Universal-Übernahme durch Bill Ackman

Bei der Hauptversammlung der Bolloré Group sprach sich CEO und Chairman Cyrille Bolloré deutlich gegen das Übernahmeangebot von Bill Ackmans Pershing Square für die Universal Music Group aus. Bolloré ist mit 18 Prozent größter Anteilseigner des Musikmajors.

“Ich empfehle dem Management von Universal Music, dies abzulehnen“, verkündete Bolloré laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters auf der jährlichen Gesellschafterversammlung der Bolloré Group. Damit meinte der CEO und Chairman der Investmentgesellschaft das Angebot des US-Investors Bill Ackman, Universal Music zu kaufen und von den Niederlanden in die USA umzuziehen.

Ackman bot mit seiner Beteiligungsgesellschaft Pershing Square Anfang April 2026 rund 56 Milliarden Euro für eine vollständige Übernahme des Musikkonzerns. Allerdings betonte Ackman auch, dass ein Deal ohne die Zustimmung des Großaktionärs Bolloré nicht zustande kommen könnte. Direkt hält die Bolloré Group 18 Prozent an der Universal Music Group. Dazu kommen die Anteile, die man durch die Beteiligung an Vivendi hält. Wie das „Handelsblatt“ vorrechnet, kommen so 32 Prozent zusammen, zudem kursieren Werte um die 28 Prozent durch die Medien.

Das entschiedene „Nein“ vom Chairman, CEO und Erb-Milliardär Cyrille Bolloré verpasst dem von Ackman angepeilten Deal zunächst einen ordentlichen Dämpfer. Allerdings dürfte trotz des vorläufigen Korbs noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Sätze wie „wir sind der Meinung, dass der Preis bei weitem nicht stimmt“, wie sie Bolloré bei der jüngsten Hauptversammlung sagte, lassen zumindest darauf schließen, dass der Franzose noch verhandlungsbereit sein könnte.

Neben dem aus seiner Sicht zu geringen Preis kritisiert Bolloré auch den Führungsstil Ackmans sowie die Art des Angebots. Denn Ackman bietet nicht etwa die über 56 Milliarden Euro in bar. Vielmehr würde pro Wertpapier eine recht geringe feste Summe ausgezahlt werden. Dazu erhielten aktuelle Anteilseigner pro Aktie noch 0,77 Anteile an der „neuen UMG“, die an der US-amerikanischen Börse notiert werden soll. Bolloré meint dazu: „Er macht kein Angebot mit seinem eigenen Geld. Es ist unser Geld, das Geld des Unternehmens.“