Die abgeblasenen Gespräche über die Übernahme der britischen EMI Group durch Finanzinvestoren führten an der Londoner Börse zu einem Kurssturz im zweistelligen Prozentbereich für die EMI-Aktie:
Um 10,75 Prozent brach der Aktienkurs des Unternehmens ein, nachdem das EMI-Spitzenmanagement die Verhandlungen mit einem Investor – wahrscheinlich Permira – für beendet erklärt hatte. Die Papiere, die an der LSE zuletzt im Aufwind waren und um den Wert von 300 Pence rangierten, gingen am 14. Dezember mit nur noch 268 Pence aus dem Handel und erreichten damit wieder das Niveau von vor rund zwei Wochen, bevor EMI bestätigt hatte, eine Offerte erhalten zu haben. Zu Handelsbeginn am 15. Dezember konnte die Aktie sich allerdings ein wenig fangen und zunächst um gut ein Prozent zulegen.
Britische Analysten gehen nun davon aus, dass die EMI-Spitze zunächst die Entscheidungen der europäischen Kartellwächter zu Sony BMG und zur Übernahme des BMG-Musikverlags durch Universal abwarten will, um sich dann voraussichtlich doch wieder der Warner Music Group anzunähern.





