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Börse sieht Sirius mit Skepsis

Der digitale Radioanbieter Sirius kann zwar seine Abonnentenzahlen weiter steigern, doch die Börsianer zweifeln langsam am Wachstumspotenzial des Unternehmens.

Der digitale Radioanbieter Sirius kann zwar seine Abonnentenzahlen weiter steigern, doch die Börsianer zweifeln langsam am Wachstumspotenzial des Unternehmens. Hohe Ausgaben für Inhalte und Personal trüben die Aussicht auf Renditen, heißt es an der Wall Street. Die Analysten von JPMorgan stuften die Sirius-Papiere nun von „overweight“ auf „neutral“ herunter und bei Bank of America Securities empfehlen die Experten, sich jetzt von Sirius-Aktien zu trennen und die bislang erreichten Gewinne mitzunehmen. Das sorgte am 24. November für Kursverluste von rund acht Prozent, am gestrigen 25. November – dem Thanksgiving Day – blieb die Börse geschlossen.

Seit dem 30. September stieg der Wert der Sirius-Aktien an der New Yorker Nasdaq um 122 Prozent auf einen Höchststand von zuletzt 6,71 Dollar. Die Zahl der Abonnenten der rund 120 kostenpflichtigen, aber werbefreien Radiosender ist inzwischen auf über 800.000 gestiegen. Bis Jahresende will Sirius eine Mio. Kunden vorweisen können. Spätestens ab 2006 will das Unternehmen richtig durchstarten, dann wird Amerikas bekannteste Radiopersönlichkeit Howard Stern für die New Yorker arbeiten. Doch die Verpflichtung Sterns war ebenso teuer, wie das Engagement des neuen CEO, Mel Karmazin. Bei JPMorgan geht man geht man zwar davon aus, dass Sirius bis im Jahr 2010 seinen Marktanteil im Satellitenfunk von derzeit 24 auf dann 44 Prozent steigern wird, jedoch versprächen die Aktien des Marktführers XM Radio für Investoren mittelfristig die besseren Chancen.

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